Digital Direktdruck
Das wohl derzeit modernste digitale Druckverfahren für Textilien ist der Digital-Direktdruck. Die englische Bezeichnung „Direct To Garment“, abgekürzt DTG, bedeutet wörtlich übersetzt nichts anderes als direkt auf die Bekleidung, woraus sich dann die deutsche Bezeichnung ableitete.
Die Technologie dieser digitalen Textildrucktechnik wurde in den USA entwickelt. Aber auch in Deutschland bzw. Europa findet diese Verfahren Anwendung. Besonders beim T-Shirt selbst gestalten ist diese Drucktechnik immer mehr im Kommen. Auch die Herstellung kleinerer Stückzahlen bleibt kostengünstig.
Benötigt werden ein PC und ein daran angeschlossener Inkjet-Drucker mit speziellen auf Wasser basierenden Pigmenttinten. Dafür fallen aber keine Kosten für Schablonen oder Filme an. Das Motiv wird am PC erstellt, an den Drucker übertragen und dieser bringt das Motiv direkt auf das T-Shirt. Die darauf folgende Hitzebehandlung fixiert es dauerhaft. Da das Endprodukt sehr weich ist, bleibt der Tragekomfort weiterhin sehr angenehm. Die Farben sind voll und haben eine hohe Waschbeständigkeit, so dass sie nicht so schnell verblassen.
Auch ohne Folien und Kleber hat dieses Druckverfahren durch Detailgenauigkeit eine sehr hohe Qualität. Selbst die feinsten Farbnuancen werden originalgetreu wiedergegeben. Geeignete Stoffe wären beim DTG Baumwolle aber auch Mischgewebe die für bedruckte Rollos verwendet werden. Es hat sich herausgestellt, dass je nach verwendeter Tinte ein Mindestanteil von 50% Polyester vorhanden sein sollte.
Es lassen sich im Prinzip alle Motive, wie zum Beispiel Schriften, Fotos oder Vektor-Grafiken realisieren, die digitalisierbar sind. Die Farben verbinden sich direkt mit dem Stoff, wodurch eine Farbenvielfalt garantiert ist und auch die Motive sind sehr strapazierfähig und haben so eine lange Lebensdauer.
Farbverläufe sind problemlos darstellbar. Da beim DTG kein Unterweiß bzw. Tinte aufgetragen wird, eignen sich helle Textilien sehr gut und haben so eine hohe Wiedergabequalität. Was natürlich bei dunklen Stoffen ein Nachteil ist, denn um auch hier ein hohes Maß an Qualität zu garantieren, müssen diese erst mit weißer Farbe vorbehandelt werden. Das würde allerdings einiges an Mehraufwand bei den Kosten und der Wartung bedeuten.
So wird es auch sicher nur eine Frage der Zeit sein, wann sich dieses Verfahren überall durchsetzt und die Technologie weiter perfektioniert wird.




